Bei der Rhinophonie kommt es zu einer Veränderung des Stimmklangs, weil die Nasenhöhle entweder zu intensiv (offenes Näseln) oder zu gering (geschlossenes Näseln) an der Lautbildung beteiligt ist. Mischformen sind möglich.
Symptome
Aus einer fehlerhaften Luftstromlenkung beim Sprechen resultiert ein häufig nasaler, dumpfer Stimmklang. Darüber hinaus ist die Aussprache insgesamt häufig undeutlich und verwaschen mit entstellten Vokalen und Konsonanten. Weiter können Atemprobleme und Verkrampfungen in der Kehlkopf- und Halsmuskulatur sowie Probleme bei der Nahrungsaufnahme hinzukommen.
Ursachen
Die Ursachen können sowohl organisch als auch funktionell bedingt sein. Organische Ursachen können u.a. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Verletzungen, entzündliche Prozesse und Nasenscheidwandverkrümmung sein. Zu den funktionellen Ursachen zählen nachlässige Artikulation, gekünstelte Sprechweise und Schwerhörigkeit.
Behandlung
Ziel der logopädischen Therapie bei Rhinophonie ist die Normalisierung der Artikulation. Dabei soll der Öffnungs- bzw. Verschlussmechanismus des Gaumensegels gefördert werden, um eine physiologische Artikulation zu ermöglichen. Weiteres Ziel ist der Abbau von Begleitsymptomen (Atmung, Stimmgebung, Nahrungsaufnahme). Folgende Funktionsbereiche werden dabei in der Therapie angegangen:
- Atmung
- Stimmgebung
- Artikulation
- Mundmotorik
Im Hinblick auf die große Zahl möglicher Primärerkrankungen bei organischer Rhinophonie sind eine genaue ärztliche Abklärung und ggf. parallele operative Maßnahmen unerlässlich.